Veröffentlichungen


Auslöser für die Herausgabe eines Buches mit der Ulfaer Geschichte waren die teils abweichend dargestellten Texte, welche man meist in Festschriften lesen konnte. Einzige weitergehende Ausarbeitung zur Dorfgeschichte war die Lehrerabschlußarbeit von Lehrer Alfred Berger aus dem Jahre 1947. Diese war in einigen Haushalten als Fotokopie vorhanden und wurde dann wohl als Grundlage für die Festschriftberichte genommen.


Bei Erstellung eigener Texte für die Festschriften der Feuerwehr und des Schützenvereins Anfang der 2000er Jahre stellte unser späterer Vorsitzender verschiedene Daten und unterschiedliche Beschreibungen zu ein und demselben Ereignis fest. Dies war der Anlaß für G. Stahnke nachzuforschen, was ihn  aber dann auch mit dem „Forschervirus“ infizierte. Die neuen Erkenntnisse  beruhten nun auf alten Schriftstücken und Urkunden und sollten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, damit nicht weiter an Vermutungen und Halbrichtigkeiten festgehalten wird. Dies war dann der Anlass den Geschichtsverein Ulfa im Jahre 2010 zu gründen und im Folgejahr unser Ulfaer Geschichtsbuch 

 „Ulfa, Geschichte und Geschichten“

herauszubringen. In dem Buch wurden in über 20 verschiedenen Themen alle bisher bekannten und auch belegbaren Daten, Fakten und Ereignisse erfasst. Mit über 270 Seiten enthält das Buch neben Bildern und Urkunden aus der alten Zeit auch eine Kopie der urkundlichen Ersterwähnung Ulfas. Mittlerweile könnten wir die Texte weiter vervollständigen, da sich inzwischen weitere interessante Erkenntnisse ergeben haben.

.

Auch um die Vereinskasse etwas aufzubessern, haben wir mehrere 

Historische Kalender

mit alten Bildern von Ulfa herausgebracht, die auch gerne von ehemaligen, heute in anderen Orten lebenden Ulfaern erworben und oft als besonderes Geschenk genutzt wurden. Leider hat uns nun der Datenschutz durch die Bestimmungen zur Veröffentlichung von Bildern die Freude daran genommen.


Die umfangreichste Arbeit stellte jedoch die Erstellung eines 

Ortsfamilienbuches für das Kirchspiel Ulfa/Stornfels

dar. Hierbei wurden alle Personen, zu denen in der Zeit von 1636 bis 1950 in den Kirchenbüchern der Ev. Kirchengemeinde Ulfa Eintragungen vorgenommen wurden erfaßt. Dies waren immerhin über 12.000 Personen mit rd. 40.000 Datensätzen. Hierfür waren auch zwischen zehn- und zwölftausend Fotografien notwendig, welche dann alle sortiert, benannt, ausgewertet und in einem EDV-Programm erfasst wurden. Dieser Mammutaufgabe hatten sich Günter Stahnke und Dr. Wolf-Dieter Schulz (Laubach) gemeinschaftlich gestellt. Beide arbeiteten 18 Monate lang intensiv an dieser Aufgabe; selbst die ständig wiederkehrenden langen beruflichen Flüge nach Fernost hat Dr. Schulz für die Datenerfassung genutzt. 2013 konnte das 670 A4 Seiten starke Buch vorgestellt werden. 


Auch durch die Familienforschung läßt sich vieles zur Dorfgeschichte beitragen. So kam es auch, dass durch die private Familienforschung für den Laubacher Stadtteil Sellnrod und Altenhain ein Familienbuch entstehen sollte. An dieser Datenerfassung hatten sich schon zwei Kollegen versucht. Auch wir haben bisher nur den Stadtteil Altenhain komplett erfassen können und im Jahre 2015 das 

Ortsfamilienbuch für Altenhain

erstellt und veröffentlicht. Das Projekt Sellnrod ist ins Stocken geraten, da manche Einträge in den Büchern hinsichtlich der Zuordnung Probleme bereiten und viel Zeit zur Klärung beanspruchen.


Im Jahre 2018 konnte der Verein sein neuestes Werk vorstellen. Hier hatte uns die Zeit des 30-jährigen Krieges besonders interessiert, da diese Zeit für uns ganz im Dunkeln lag. Im Staatsarchiv Darmstadt fanden wir dann die Schadenslisten des Amtes Stornfels und konnten uns in etwa ein Bild von dieser schrecklichen Zeit machen. Bei den weiteren Forschungen konnten wir auch Namenslisten finden sowie auch die Lehensverhältnisse zu unserem landgräflichen Hofgut auswerten. In dem Buch

Ulfa, 15. bis 17. Jahrhundert – 

Der 30-jährige Krieg, die Zeit davor und danach in Ulfa und dem Amt Stornfels

wurden auch die Schadenlisten der namentlich genannten Bürger des gesamten Amtes Stornfels (Stornfels, Ulfa, Borsdorf, Ober- und Unter-Widdersheim sowie Hausen) aufgeführt. Erfreut konnten wir feststellen, dass unsere Auswertungen auch teils in Informationsplattformen wie Wikipedia, Lagis etc. Eingang fanden.


Die Bücher können beim Vorsitzenden des Geschichtsvereins, solange Exemplare vorrätig sind, erworben werden.