Heimatpflege


In unsere Satzung haben wir als Tätigkeitsfelder die Heimatkunde und Heimatpflege aufgenommen. Wir setzen dies auch mit verschiedenen Projekten, die uns besonders am Herzen liegen, um.


Birnche

Als „Birnche“ bezeichnen wir Ulfaer eine kleine Quelle im Flurbereich „Reckenhausen“. Der Name und alte Schriftstücke verraten uns, daß es dort früher eine Siedlung mit diesem Namen gab und diese Quelle die Bewohner der Siedlung und ihre Tiere mit Wasser versorgte. Das Birnche tritt mitten in einem Ackerstück zu Tage, lief bis 1925 in einem Graben in den Talgrund und diente zur Tränkung von Schafen etc.. Im Rahmen der ersten Flurbereinigung (1922-1925) wurde die Quelle gefaßt und das Wasser durch eine neue gußeiserne Rohrleitung zu dem heutigen Auslauf geführt. Gleichzeitig wurde dort eine T-förmige Viehtränke gebaut. Mit der Modernisierung der Landwirtschaft und dem Wegfall des Viehtriebs wurde auch die Tränke entbehrlich. Im Rahmen der 2. Feldbereinigung Ende der 1960er Jahre wurde die Tränke entfernt, der Platz geteert und der Brunnenauslauf neu gestaltet. Der Brunnen wurde in Dr. Metzler-Brunnen und der Platz in Georg-Ludwig-Hofmann-Platz benannt.

Da der Platz nicht mehr gepflegt wurde, haben wir uns dessen angenommen und auch zwei neue Bänke dort aufgestellt.

Die Helfer

Friedel Wenzel, Ortsvorsteher Döll und Günter Stahnke

Wasserwerk

Auch diese Parzelle um das alte Wasserwerk wurde nicht gepflegt, war verwildert, zugewuchert und der Zaun lag teilweise um, da wohl ein LKW beim Rückwärtsfahren den Betonpfosten umge-drückt hatte. Jedem heimatliebenden Menschen muß das doch aufgefallen sein. Um hier eine Zustandsänderung bei diesem Baudenkmal aus dem Jahre 1911 herbei zu führen, haben wir uns mit Herrn Bürgermeister Seum in Verbindung gesetzt, was letztlich zu einem Pachtvertrag für diese Liegenschaft führte.

Inzwischen wurden von uns die Zaunpfosten wieder gerichtet, der Zaun erneuert, ein neuer Eingang und eine Treppe hergestellt, sowie der Bewuchs zurückgeschnitten, die Fassade des Wasserwerks gereinigt und aufgearbeitet. Auch haben wir ausgebrochene und entsorgte Grenzsteine, die in Zeiten von GPS nicht mehr benötigt werden, zu einem kleinen Lapidarium zusammengestellt.


Vor dem Arbeitseinsatz

Nach der Aufräumaktion

Die Helfer

Grenzsteine

Die Gemarkung Ulfa – wie groß ist sie, wo verläuft die Grenze zur Nachbargemeinde, was war früher? Diese Fragen haben uns interessiert und so bildete sich eine Gruppe um Antworten zu finden. Glücklicherweise haben wir in unseren Reihen den Vermessungsfachmann Gerhard Kalbfleisch und Friedel Wenzel, der sich exzellent in der Ulfaer Gemarkung und dem Naturschutz auskennt.

Alte Bücher und Karten wurden mit aktuellen Plänen verglichen und dabei viele Abweichungen festgestellt. Auch fand sich, dass im Grenzbereich zu Gonterskirchen die alte Hessengrenze verlief. In der Folge suchte die Gruppe nach den Grenzsteinen und konnte noch alte Grenzsteine und Erdaufwürfe finden. Auch an der Hessengrenze stehen noch alte Steine, welche die Grenze zur Grafschaft Solms markieren. Die Steine in diesem Bereich wurden alle vermessen und fotografiert.